Drucken

von Martin Hallmen

Meine Griechischen Landschildkröten (Testudo hermanni boettgeri) erfreuen sich ihres Lebens in einer ganz netten Freianlage. Diese durfte ich vor einiger Zeit bereits in der REPTILIA (Heft 112) vorstellen. Inzwischen ist die Anlage so bewachsen, geformt und im besten Sinne „eingewöhnt“, dass meine Altschildkröten und ich haltungstechnisch kaum noch Verbesserungsmöglichkeiten sehen. Auch die jährliche Aufzucht der Jungtiere hatte einen gewissen Standard zu aller Zufriedenheit erreicht.

Dennoch erschien mir die Aufzucht in einem kleinen Becken mit Überwinterung im Kühlschrank zwar funktional, aber doch immer etwas gekünstelt. Warum sollte es nicht möglich sein, die Jungen draußen zu halten? Ganzjährig! So wie die Großen. Mit freier Wahl zwischen Innen- und Außenbereich, mit natürlichem Sonnenlicht, wann immer den Tieren bei Sonnenschein danach ist, und mit selbstbestimmten Zeitpunkt und Länge der Überwinterung.
Wenn alles so sein sollte wie für die großen Schildkröten, warum dann nicht einfach eine ähnliche Anlage für die Jungen bauen? So entstand die Idee einer „Anlage in der Anlage“. Die Jungtiere sollten eine Freianlage en miniature erhalten. Mit eigenem Außenbereich, eigenem Anteil am vorhandenen Gewächshaus, eigener Wärmelampe für die Übergangszeiten und eigener Überwinterungskiste. Einzig wirklich grundsätzlicher Unterschied: Die komplette Anlage für die Jungen sollte mit Gitter abgedeckt sein. Auch der Innenbereich, also der Anteil im Gewächshaus. Denn erst Tage zuvor hatte ich einen Fuchs in Nachbars Garten fotografieren können, und die Tatsache, dass Waschbären und Marder bei uns des Nachts auf Raubzug im Garten unterwegs sind, war mir hinlänglich bekannt und bewusst. Auch tagsüber und in heißen Sommernächten sollte bei offen stehender Tür kein Zugriff auf die Jungtiere innerhalb des Gewächshauses möglich sein.

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 52