Haltungsparameter
Dennoch sind Haltungsparameter, gerade für Neulinge in der Wasserschildkrötenhaltung, richtig, wichtig und sinnvoll. Schilde (2001, 2004b) schlägt für die Haltung einer einzelnen Moschusschildkröte (Sternotherus) Becken mit einer Grundfläche von 50 x 30 cm vor und berichtet von erfolgreichen Nachzuchten. In seinem Schlammschildkröten-Buch führt Schilde (2001) die möglichen unteren Grenzen an (Schilde, schriftliche Mitteilung, 09.05.2017). Hofmann (2013) verwendet für die Haltung von drei adulten weiblichen Moschusschildkröten Aquaterrarien mit einer Grundfläche von 60 x 60 cm und einem Wasserstand von 17 cm. Hennig (2002b) pflegte seine Tiere in Becken mit den Maßen 80 bzw. 60 x 40 x 40 cm.
Für Schmuckschildkröten sind die notwendigen Aquaterrarien aufgrund der Endgröße der Tiere selbstverständlich größer. Wapelhorst (2011) empfiehlt „für zwei Schildkröten bis 15 cm Panzerlänge ein Aquarium mit mindestens 100 x 50 x 50 cm und einem Wasserstand von 30–40 cm. Für zwei Schildkröten bis 20 cm: 150 x 60 x 60 cm. Für zwei Schildkröten bis 30 cm: 200 x 80 x 80 cm. Noch größeren Schmuckschildkröten sollten 250 x 100 x 100 cm mit einem Wasserstand von mindestens 80 cm zur Verfügung stehen“. Hennig (2004b) empfiehlt für die Haltung einer adulten Gelbwangen-Schmuckschildkröte (Trachemys scripta scripta) mit einer Panzerlänge ab 20 cm Becken mit einer Grundfläche von mindestens 150 x 50 cm und einem Wasserstand von mindestens 40 cm. Für die Haltung von adulten Höckerschildkröten-Weibchen (Graptemys) empfiehlt Meier (2007b) ebenfalls Becken von 150 cm Länge und einem Wasserstand von etwa 40 cm.
Während die hier aufgeführten Beckengrößen zur Haltung von Schmuckschildkröten wohl weitestgehend anerkannt sind und Zustimmung finden, sind die Beckengrößen für kleine Wasserschildkröten wie beispielsweise die Gewöhnliche Moschusschildkröte (Sternotherus odoratus), die Dreistreifen-Klappschildkröte (Kinosternon baurii) oder die Tropfenschildkröte (Clemmys guttata) relativ umstritten.

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 51