von Heiko Werning

Mit nur drei Arten stellen die Amerikanischen Weichschildkröten (Apalone) eine recht kleine Gattung dar. Dafür werden bei der Dornrand-Weichschildkröte gleich sechs Unterarten differenziert, die sich in Größe und Zeichnung unterscheiden.
Der Größenunterschied zwischen den Geschlechtern ist riesig: Weibchen werden mehr als doppelt so lang wie die Männchen! Sie erreichen, je nach Unterart, eine Panzerlänge von bis zu 45 cm, Männchen nur von bis zu ca. 20 cm.
Namensgebend sind kleine Erhebungen, die „Dornen“, am vorderen Rand des Rückenpanzers. Sie fehlen den anderen beiden Arten der Gattung. Charakteristisch sind außerdem die stark dunkel gemusterten oder gepunkteten Extremitäten (während die teilweise sympatrisch vorkommende A. mutica helle, ungemusterte Beine aufweist) sowie segmentierte Nasenlöcher. Zwei helle Längsstreifen verlaufen parallel an den Seiten des Kopfes von der Maulspalte und von hinter dem Auge nach hinten; im Unterschied dazu vereinen diese Streifen sich bei A. ferox.
Die Grundfärbung aller Unterarten ist ein Olivbraun, Hellbraun oder Braungrau. Je nach Unterart, Alter und Geschlecht finden sich darauf dunkle Ozellen und Punkte, manchmal auch helle Punkte. Generell verblassen diese Musterungen mit zunehmender Größe vor allem bei den Weibchen und werden zu einer mehr oder weniger einheitlichen bräunlichen Färbung, bei den westlichen Formen auch dunkel marmoriert. Die kontrastreichste Zeichnung weisen Jungtiere auf, Männchen tendieren dazu, diese in Ansätzen auch im Alter zu bewahren.
Die Tiere können ca. 50 Jahre alt werden.

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 52

von Heiko Werning

Beschreibung
Sie ist die größte Landschildkröte auf dem Festland. Nur die Riesenschildkröten von Galapagos und den Seychellen können noch größer werden. Aber mit der verbürgten Rekordpanzerlänge von 84,5 cm und einem Gewicht von 120 kg steht die Spornschildkröte ihren großwüchsigen Verwandten nicht viel nach.
Bei dieser Art werden die Männchen größer, außerdem erkennt man sie am im Verhältnis längeren Schwanz, dem konkaven Bauchpanzer und den stark aufgewellten Nackenschilden. Am besten erkennbar sind die bei Männchen stark gegabelten Kehlschilde am vorderen Bauchpanzer, die wie kleine Waffen aussehen – und bei Kommentkämpfen auch als solche eingesetzt werden.
Farblich sind Spornschildkröten bestens an ihren Halbwüsten-Lebensraum angepasst und zeigen deshalb einfach nur Beige- bis Brauntöne. Bei den Jungtieren ist die Färbung noch kontrastreicher mit klar abgegrenzten dunklen Rahmen um die Panzerschilde. Bei älteren Tieren verblassen diese zusehends, sodass große Spornschildkröten einfarbig hellbraun sind.

Verbreitung
Spornschildkröten leben in der Sahelzone, also dem Übergangsbereich zwischen der Sahara und den Savannen des zentralen Afrika. Ihr Verbreitungsgebiet zieht sich wie ein Band von Mauretanien und Senegal im Westen über Mali, Niger, Tschad und Sudan bis nach Eritrea und Äthiopien im Osten. Dieser subtropische Lebensraum ist geprägt von großer Trockenheit, immer mal wieder ausgeprägten Dürren, großer Sommerhitze und milden Wintern mit kühlen bis manchmal kalten Nachttemperaturen. Es ist also ein sehr harscher Lebensraum, entsprechend sind die Spornschildkröten gut daran angepasst, auch extreme Klimate zu überstehen.

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 51

von Benny Trapp

Mit einer Panzerlänge von bis zu 35 cm ist Testudo marginata, die Namensgeberin dieser Zeitschrift, die größte Landschildkröte Europas.

von Benny Trapp

Beschreibung
Mit 20–22 cm Panzerlänge ist diese Art ausgewachsen. Weibchen erreichen dabei deutlich größere Maße als die Männchen. Der Carapax ist länglich gestreckt und wenig hoch gewachsen. Es treten unterschiedlich gefärbte Exemplare auf, deren Grundtöne von Gelblich über Orangebraun und Rötlich bis Gelbgrün variieren. Im Zentrum der Schilde ist häufig ein dunkler Fleck zu erkennen, mal mehr, mal weniger deutlich. Auch können die einzelnen Schildplatten dunkel gerändert sein oder ein oft unregelmäßiges Muster zeigen. Häufig treten aber weitgehend einfarbige Exemplare auf, bei denen Zeichnungselemente nur noch latent durchscheinen. Die enorme Variabilität von Zeichnung und Färbung ist unabhängig von der Verbreitung. Oft kommen unterschiedlichste Formen nebeneinander vor. Gattungstypisch sind adulte Glattrand-Gelenkschildkröten in der Lage, den hinteren Teil des Panzers über eine Art Knorpelscharnier herunterzuklappen, wodurch Schwanz und Hintergliedmaßen vor Angriffen geschützt werden. Bei Jungtieren ist diese Schutzfunktion noch nicht möglich, da das den Panzer beweglich machende Bindegewebe sich erst im Laufe der Jahre bildet.

Den vollständigen Artikel finden Sie in Ausgabe 50

von Benny Trapp

Mit 20–25 cm Panzerlänge sind Maurische Landschildkröten meist ausgewachsen, wobei einzelne Exemplare durchaus knapp 30 cm erreichen.