von Heiko Werning

Die USA sind das Land mit der größten Artenvielfalt an Schildkröten weltweit. Und nirgendwo ist es einfacher, sie als Naturfreund auch zu genießen. Perfekte touristische Infrastruktur, zahlreiche Schutzgebiete, die die großartige Natur für Besucher erschließen, und zudem die oft überraschende Individuendichte vieler Arten machen das Land zu einem Traumziel für Schildkrötenfreunde. Kommen Sie mit auf eine Reise von Küste zu Küste durch den Süden der USA!

von Sascha Pawlowski

Nach dem Ende eines Zuchtprojektes für Seychellen- (Aldabrachelys gigantea hololissa) und Arnolds Riesenschildkröten (A. gigantea arnoldi)

von Eric Egerer

Meeresschildkröten verbringen den allergrößten Teil ihres Lebens im Meer und sind daran hervorragend angepasst. Nur zur Eiablage genau an dem Sandstrand, an dem sie selbst ausgeschlüpft sind, kriechen die Weibchen in der Nacht ans Land und kehren noch vor Tagesbeginn wieder ins Wasser zurück. Und dieses Ereignis findet nicht einmal jedes Jahr statt! Die Männchen vollziehen die Paarung im Wasser und kommen überhaupt nie an Land. Nur direkt nach dem Ausschlüpfen sind die kleinen Schildkröten ganz kurz außerhalb des Wassers, aber sie eilen sofort zum Meer, da gerade dieser Moment einer der gefährlichsten im ganzen, bis zu 80 Jahre dauernden Meeresschildkrötenleben ist, da unzählige Räuber nur auf sie gewartet haben.

von Derek Dunlop

Man kann sich kaum vorstellen, wie es ist, wenn Tausende von Meeresschildkröten auf einmal an den Strand kriechen, um dort Eier zu legen. Die meisten Menschen sind schon glücklich, wenn sie einmal eine einzige Schildkröte beobachten, die zur Eiablage an Land geht. Aber auf dem kleinen Strandabschnitt vor Ostional in Costa Rica kommen regelmäßig Hunderttausende von Oliv-Bastardschildkröten (Lepidochelys olivacea) zusammen und bilden das, was im Spanischen die „Arribada“ genannt wird – die Ankunft! Die Arribada in Ostional ist eine der größten Meeresschildkrötenanlandungen weltweit.

von Kriton Kunz

Uralt ist die Überfamilie der Meeresschildkröten (Chelonioidea). Das ursprünglichste Fossil eines Vorfahren der heutigen Arten hat mindestens 120 Millionen Jahre auf dem Panzer – erst im Jahr 2015 beschrieben Wissenschaftler vom Senckenberg Forschungsinstitut in Frankfurt diese Spezies als Desmatochelys padillai. Zum Vergleich: Die fleischfressenden Schreckensechsen der Gattung Tyrannosaurus lebten vor „nur“ 68–66 Millionen Jahren.